Anlaß zu dieser Frage liefert mir ein Gespräch, das ich gestern mit der Teilnehmerin meines Online-Coachings geführt habe. Die junge Frau ist als Sekretärin in einem großen Autohaus tätig und dort auch für den Empfang der Kunden zuständig. Ihr Gehalt ist bescheiden und die Freude an der Arbeit ist ihr in den letzten Jahren immer mehr abhanden gekommen, denn das Betriebsklima hat sich unter dem wirtschaftlichen Druck der letzten Jahre negativ verändert. Es gibt Anzeichen, die dafür sprechen, dass ihr Arbeitgeber mittelfristig Insolvenz anmelden muss. Bewerbungen, die sie in der Vergangenheit bereits verschickt hat, blieben erfolglos. Einen Umzug in eine andere Region möchte die junge Frau vermeiden.
Im Zuge des Online-Coachings hat sie über berufliche Alternativen nachgedacht und für sich erkannt, dass sie gern im Bereich „Beauty & Wellness“ arbeiten würde. Kosmetikerin war schon immer ihr Traumberuf und vor zwei Wochen sprachen wir über die praktischen Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen. Die Ausbildung erfolgt in einer Fachschule und muss von ihr selbst finanziert werden. Ihr Gehalt reicht gerade für die normalen Lebenshaltungskosten aus, nennenswerte Rücklagen hat sie bisher nicht bilden können. Die Idee war, einen Nebenjob anzunehmen und dies schon im angestrebten Bereich. Das ist sehr einfach möglich, Kosmetikfirmen wie Avon oder Mary Kay sind ständig auf der Suche nach neuen Repräsentantinnen. Ein weiterer positiver Aspekt dabei ist, dass es im Umkreis der Dame ihres Wissens nach keine Mitbewerberin auf diesem Gebiet gibt.
In den zwei Wochen zwischen unseren Telefonaten hatte die Seminarteilnehmerin bereits mit beiden Firmen Kontakt aufgenommen, sich Unterlagen senden lassen und sich für ein Angebot entschieden. Auch die Genehmigung Ihres Arbeitgebers für eine Nebentätigkeit hatte sie bereits erhalten.
Dann erzählte sie im Freundeskreis von ihren Plänen und sie erhielt durchweg negatives Feedback. Die erste Freundin wusste zu berichten, dass die Qualität der Produkte durchweg schlecht sei. Dieser Behauptung trat die junge Frau entgegen, sie hatte sich ja gerade aufgrund der Testergebnisse von Stiftung Warentest und dem Verzicht auf Tierversuche für diese Firma entschieden. Eine andere Freundin kannte jemanden, der eine Frau kannte, die mit dieser Tätigkeit vollkommen erfolglos gewesen war. „Alles Abzocke,“ war das vernichtende Urteil „es geht nur darum, dass Du einen Startkoffer kaufen musst und am Ende bleibst Du auf dem ganzen Kram sitzen.“ Und so weiter und so fort…
Die geballte Wucht dieser Äusserungen liessen die Kursteilnehmerin an ihrem Vorhaben zweifeln. Und dann folgte die spitze Frage „ob sie es nötig hätte, Klinken putzen zu gehen“. All die positiven Gedanken, die die Kursteilnehmerin bisher mit der Vorstellung auf die neue Tätigkeit verbunden hatte, all die Freude auf eine Zukunft nach ihren Vorstellungen waren auf einen Schlag dahin, kaputtgemacht von ihren „besten Freundinnen“.
Wir diskutierten darüber, welches Image die junge Frau in ihrem Freundeskreis hat und wie es sich verändern würde, wenn sie tatsächlich arbeitslos würde, im schlimmsten Fall irgendwann Hartz IV bekäme. Am Ende unseres Gespräches hat sie sich entschlossen, sich nicht von ihrem Weg abbringen zu lassen und ich bin gespannt auf unser nächstes Telefonat.
Passend zu dieser Thematik habe ich folgenden Artikel für Sie: „Currywurst statt Megadeals“
Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie immer Ihre Pläne verwirklichen und sich nicht von dem Gerede anderer Menschen von Ihrem Kurs abbringen lassen!

Jedenfalls haben wir den Mittag recht entspannt verbringen können und nachmittags haben wir einen Spaziergang auf dem Campo gemacht.
Ich habe mir viele meiner Lebensträume verwirklicht und ich werde Sie in diesem Blog partiell daran teilhaben lassen. Natürlich werde ich hier keine intimen Details meines Privatlebens öffentlich machen, aber ich werde Ihnen ein paar Einblicke in mein Leben gewähren.
